Nachfolgeberatung

Nachfolgeplanung für Unternehmer

Unternehmer sollten sich frühzeitig mit ihrer Nachfolgeplanung befassen. Wer die Firma übernehmen soll, kann bereits im Testament festgelegt werden. Welche Chancen und Risiken bestimmte Entscheidungen in der Unternehmensnachfolge mit sich bringen können, wissen wir aus langjähriger Erfahrung. Gerne stehen wir Ihnen mit einer kompetenten Nachfolgeberatung sowie mit der Planung oder Optimierung Ihrer Unternehmensnachfolge zur Verfügung.

Bei einem unvorbereiteten Tod kann das gesamte Unternehmen in ernsthafte Schwierigkeiten geraten, wenn kein kompetenter Nachfolger die Verantwortung übernehmen kann. Studien zufolge sind ca. 10% aller Insolvenzen auf dieses Problem zurückzuführen. Wir zeigen Ihnen die wichtigsten Vorkehrungen, die es zu treffen gilt, um die Nachfolge zu regeln und so eine für alle Beteiligten unangenehme Situation zu vermeiden. Auch können durch eine frühzeitige Unternehmensnachfolge Streitigkeiten zwischen den Erben und auch ein Vermögensausgleich sowie mögliche Erbschaftsteuerbelastungen geregelt werden.

Wir beraten Sie außerdem zu Vermögensübertragungen unter Berücksichtigung der individuellen Einkünfte im Alter, zur Ausnutzung von Progressionsvorteilen und zur Ausnutzung von Freibeträgen bei frühzeitiger Vermögensübertragung.

Unterstützung bei der Nachfolgerauswahl

NKK Kanzlei Nachfolge01Wir leisten auch konkrete Unterstützung bei der Nachfolgerauswahl. Wer kann den Betrieb Ihren Vorstellungen gemäß weiterführen? Kommt eine Unternehmensnachfolge innerhalb der Familie infrage oder soll ein Firmenfremder die Firma leiten? Setzen Sie auf Mitarbeiterbeteiligungen oder einen Unternehmensverkauf? Diese Fragen sind entscheidend, denn im Fall einer Nachfolge innerhalb einer Unternehmerfamilie geht das Erbe im Zweifelsfall auf eine Erbengemeinschaft über und es droht die Zersplitterung.

Entscheidend ist auch die Besteuerung bei einer Erbfolge. Welche Kosten kommen auf Sie zu? Die steueroptimierte Gestaltung der Unternehmensnachfolge gehört zu unseren Schwerpunkten in diesem sensiblen Bereich. Auch die erbrechtliche Regelung der Unternehmensnachfolge kommt in diesem Zusammenhang zur Sprache.

Erbe und vorweggenommene Erbfolge

Lassen Sie uns überprüfen, welche steuerlichen Freibeträge bei Vor- und Nacherbschaft für Sie gelten, wie Sie Vermögen und Immobilien am besten verschenken und welches der steueroptimale Güterstand ist. Auf Wunsch bewerten wir Immobilien, die vererbt werden sollen, und betreuen Klienten, die sich für einen Nießbrauch entscheiden.

Bei einem Nießbrauch verschafft der Besitzer einer Immobilie seinem Nachfolger das Eigentum an den Gegenständen, behält sich aber zu seinen Lebzeiten die Nutzung vor. Im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge können Eltern ihre Immobilie also frühzeitig den Kindern überschreiben. Zwischen dem Eigentümer und dem Nießbraucher besteht ein gesetzliches Schuldverhältnis: Die Eltern verpflichten sich zur weiteren Nutzung, Versicherung und Erhaltung des Hauses oder der Wohnung.

Im Regelfall ist die Eigentumsübertragung eine Pro-Forma-Regelung, der Nießbraucher hat gegen den Eigentümer jedoch ein Recht zum Besitz und muss steuerliche Aspekte beachten. Sprechen Sie über eine vorweggenommene Erbschaft am besten mit kompetenten Steuerberatern, um Konflikte mit anderen Familienmitgliedern oder der Finanzverwaltung zu vermeiden.

Familienstiftungen und gemeinnützige Stiftungen

Anstatt sein Vermögen an einzelne Personen zu vererben ist auch die Sicherung des Familienvermögens über Familienstiftungen oder gemeinnützige Stiftungen möglich. Neun von zehn Stiftungen in Deutschland sind gemeinnützig und mit sozialem Engagement verbunden. Auch Familien können ihr Vermögen in eine steuerbefreite, gemeinnützige Stiftung übertragen. Sie können dann allerdings nicht so flexibel über das Geld verfügen wie bei einer nicht gemeinnützigen Familienstiftung.

Durch eine Familienstiftung sollen Familienvermögen oder Unternehmensanteile langfristig gesichert und erhalten werden. Dazu wird das Vermögen in die Stiftung übertragen und die Stiftungserträge kommen ausschließlich selbst gewählten Zwecken zu Gute. Eine Familienstiftung ist zwar nicht steuerbegünstigt, hat aber große erbrechtliche Vorteile. Das Stiftungsvermögen kann nicht in den Nachlass späterer Generationen fallen. Vorteile und Gestaltungsmöglichkeiten dieser Anlageformen erklären wir Ihnen gerne ausführlich.

Nachfolgeplanungen mit Auslandsbezug

NKK Kanzlei Nachfolge02Die Planung einer Vermögensnachfolge mit Auslandsbezug ist eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Besitzen Sie Geldanlagen, Immobilien oder ein Feriendomizil im Ausland? Dann gelten besondere Bestimmungen für Vermögungsübertragungen, denn wahrscheinlich kommen Ihre Nachfolgeplanungen mit ausländischen Regelungen in Berührung.

Tritt der Erbfall ein, führen die zur Verwendung kommenden Rechtsordnungen oft zu unerwünschten Ergebnissen, die bei rechtzeitiger Nachlassspaltung hätten vermieden werden können. Konsultieren Sie einen Fachmann, um Ihre Erben nicht mit der ausländischen Rechtsordnung zu überfordern und zu konfrontieren. Wir können Sie bei steuerlichen Fragen detailliert informieren.

Sicherstellung der eigenen Versorgung

Für den Fall eines unerwarteten Krankenhausaufenthaltes ist es wichtig, einen Bevollmächtigten auszuwählen, der sich um geschäftliche und rechtliche Belange kümmert. Rechnungen von Versicherungsunternehmern, Telefon- oder Stromanbietern müssen auch während der Genesungszeit bezahlt werden. Es ist auch möglich, dass im Alter unerwartet häusliche Pflege nötig wird oder ein Platz in einem Seniorenheim organisiert werden muss.

Diese zeitintensiven Prozesse erfordern mehr Engagement, als es zunächst scheint. Wenn Angehörige in anderen Städten arbeiten, können sie eventuell nicht gleich zur Stelle sein. Sprechen Sie mit einer zuverlässigen Person, die im Ernstfall für Sie den Rentenversicherer sowie die Kranken- oder Pflegekasse kontaktiert und erteilen Sie ihr eine Vorsorgevollmacht. Die Person kann dann auch mit den zuständigen Banken in Kontakt treten und Ihre finanziellen Angelegenheiten erledigen. Legen Sie fest, wer Ihr Vermögen verwalten soll, um fatale Missverständnissen zu vermeiden.

Betreuungs- und Patientenverfügung

Im Gegensatz zur Vorsorgevollmacht betrifft die Betreuungsverfügung die Versorgung einer Person, die handlungsunfähig geworden ist. Bereits junge Menschen sollten ihre Vorstellungen schriftlich festlegen, denn ab der Volljährigkeit dürfen Eltern über wichtige Dinge nicht mehr entscheiden. Dann müssen Krankenhäuser bei jeder vermeintlichen Kleinigkeit das Gericht einschalten.

Je genauer die Vollmacht im gesunden Zustand verfasst wird, umso besser können Außenstehende angewiesen werden, persönliche Wünsche und Absicherungen im Krankheitsfall zu berücksichtigen. Ergänzt wird die Betreuungsverfügung durch eine Patientenverfügung. Diese ist für Ärzte ausschlaggebend, wenn der Patient keine Entscheidungen mehr treffen kann und die Betreuungsbevollmächtigten mit fachärztlichen Entscheidungen überfordert sind.