Professionelle Abwicklung von Steuerstreit

Einspruchs- und Klageverfahren gewinnen im Bereich Steuerstreit zunehmend an Bedeutung. Der Begriff Steuerstreit ist generell negativ konnotiert. Wir betonen für unsere Mandanten jedoch die positive Seite, denn im Streit liegt auch die Chance, einen Prozess zu gewinnen! In den vergangenen Jahren wurde bundesweit zwei Dritteln der Einsprüche ganz oder teilweise stattgegeben. Auch fast die Hälfte aller Klagen vor den Finanzgerichten hatten Erfolg. Wir verhelfen Ihnen mit unserer steuerlichen Durchsetzungsberatung zu Ihrem Recht.

In einem Rechtsbehelfsverfahren kommt es auf jedes Detail und jedes Wort an. Sachverhalte müssen korrekt aufgearbeitet und richtig dargestellt werden. Dafür sind profunde Kenntnisse im Steuer-, Wirtschafts- und Strafrecht sowie praktische Erfahrungen bei der Führung von Finanzgerichtsprozessen notwendig. Insbesondere bei Revisionsverfahren vor dem Bundesfinanzhof oder bei Beschwerden gegen die Nichtzulassung der Revision sind Kenntnisse des Prozessrechts zwingend erforderlich.

Unsere Leistungen:

  • Einspruchsverfahren beim Finanzamt
  • Klageverfahren vor den Finanzgerichten
  • Selbstanzeigen
  • Präventivberatung

Einspruchsverfahren beim Finanzamt

Wenn Sie Zweifel an der Richtigkeit Ihres Steuerbescheids haben, empfehlen wir, Einspruch einzulegen und von der Rechtsbehelfsbelehrung Gebrauch zu machen. Das muss binnen eines Monats passieren. Sie müssen Ihre Einwände begründen, sodass ein Einspruchsverfahren beziehungsweise außergerichtliches Rechtsbehelfsverfahren gemäß § 347 ff. Abgabenordnung in Gang gesetzt wird.

NKK-Kanzlei Steuerstreit Einspruchsverfahren beim FinanzamtDer Einspruch an sich kostet Sie nichts, er kann Ihnen aber Kosten wieder einbringen. Das lohnt sich sogar, wenn Sie selbst vergessen haben, einen Posten in Ihrer Steuererklärung einzureichen, zum Beispiel Rechnungen, die Ihre Steuerlast senken können. Reichen Sie die Belege nach, damit sie nachträglich in die Berechnung mit einfließen. Die Rechtsbehelfsstelle des Finanzamts kann Ihrem Einspruch dann stattgeben oder darüber eine Einspruchsentscheidung fällen.

Eins müssen Sie aber beachten: Wenn das Finanzamt Ihre Steuererklärung noch einmal überprüft, kann es auch passieren, dass der zweite Bescheid zu Ihren Ungunsten ausfällt und es zu einer „Verböserung“ kommt – selbst dann, wenn der Fehler beim Finanzamt lag. Wenn Sie nur partiell eine Änderung beantragen und nicht ein komplettes Einspruchsverfahren anstoßen, können Sie einen „Antrag auf Änderung“ stellen. Der Vorteil hierbei ist, dass es keine „Verböserung“ geben kann.

Klageverfahren vor den Finanzgerichten

Wie geht es weiter, wenn dem Einspruch nicht stattgegeben wird? Erst einmal heißt es: warten. Denn je nach Finanzamt fällt eine Einspruchsentscheidung erst drei bis zwölf Monate später. Ihrem Einspruch wurde nicht in vollem Umfang stattgegeben? Wenn es um einen bedeutenden Betrag geht, bleibt Ihnen immer noch der Weg vors Finanzgericht: Sie können Klage erheben.

NKK Kanzlei Steuerstreit Klageverfahren vor den FinanzgerichtenWann kann Klage eingereicht werden? Wenn Sie mit der Einspruchsentscheidung nicht einverstanden sind, können Sie klagen. In der Einspruchsentscheidung finden Sie eine Rechtsbehelfsbelehrung, die Sie auf die Frist zur Erhebung einer Klage hinweist. Auch hierbei bleibt Ihnen ein Monat Zeit, zu reagieren. Gerne beraten wir Sie, ob sich das Finanzgerichtsverfahren wirklich lohnt, denn es kann Sie Zeit und Nerven kosten, die Sie sich sparen können.

Müssen die Steuern trotzdem schon bezahlt werden? Die im ersten Bescheid festgesetzten Steuern sind grundsätzlich bis zur angegebenen Frist zu zahlen. Doch auch hier gibt es eine Ausnahme: Sie können die Aussetzung der Vollziehung beantragen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, zu welchem Zeitpunkt Sie die Steuern (erstmal) zahlen müssen und in welchem Fall Sie eine Aussetzung der Vollziehung beantragen können, sprechen Sie uns gerne an.

Selbstanzeigen

Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie in Ihren Steuerberatungen alles ordnungsgemäß angegeben haben oder haben Sie wissentlich Steuern hinterzogen? In vielen Fällen ist es dann gut, eine strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO beim Finanzamt zu stellen. Aber nicht irgendwie und irgendwann, sondern fristgerecht, professionell und selbstbewusst. Deshalb sollten Sie Steuerberater um Rat fragen, bevor Sie eine Selbstanzeige einreichen.

Ist der Tatbestand noch nicht verjährt, und liegt die hinterzogene Summe unter 100.000 Euro, ist eine Straffreiheit bzw. eine Strafe ohne Freiheitsstrafe wahrscheinlich. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass alle festgesetzten Steuern fristgerecht nachgezahlt wurden. Und die können sich stattlich summieren, denn alle Jahre, für die noch keine Festsetzungsverjährung eingetreten ist, werden vollständig nachversteuert und hinzu kommen dann noch Zinsen auf die Steuern. Zusätzlich sind für eine Straffreiheit Zuschläge auf die hinterzogenen Steuern zu zahlen.
Alle Einkünfte müssen offengelegt, alle Steuererklärungen und Anlagen korrigiert werden. Teilselbstanzeigen gibt es nicht mehr, und wer auch in dieser korrigierten Fassung nicht alles angibt, was versteuert werden muss, hat in Zukunft schlechte Karten beim Finanzamt. Wir unterstützen Sie kompetent mit einem reichen Erfahrungsschatz bei diesem wichtigen Thema – vom ersten Anschreiben bis zur Vertretung vor Ämtern und der Abwicklung steuerstrafrechtlicher Verfahren.

Präventivberatung

Im deutschen Steuerstrafrecht gibt es viele Fallstricke und komplexe Regelungen. Profitieren Sie von unseren steuerstrafrechtlichen und steuerstrafprozessualen Kenntnissen. Wenn Sie unsere umfassende steuerliche Präventivberatung in Anspruch nehmen, kommt es gar nicht erst zu Steuerstrafverfahren.

Steuerentstehungen vermeiden

Die Entstehung einer Steuer können Sie direkt vermeiden, wenn Sie Vorhaben wie Einbringungen und Transaktionen, Verträge zwischen Tochtergesellschaften und Unternehmen sowie Verträge zwischen nahen Angehörigen vorher mit uns besprechen.

Falls in der Vergangenheit schon Steuern durch die Anpassung von Verträgen oder anderweitige Dokumentation entstanden sind, prüfen wir für Sie, wie das für die Zukunft verhindert werden kann. Wir analysieren Ihre gegenwärtige Situation und schätzen das steuerliche Risiko für Nachzahlungen ab.

Ziehen Sie uns auch hinzu, wenn Sie bei der Prüfung von Verträgen eine Zweitmeinung oder eine zuverlässige Kontrolle der Vorgänge wünschen. In diesem Zusammenhang prüfen wir auch die derzeitige Situation hinsichtlich der zutreffenden Versteuerung und decken mögliche Optimierungspotenziale auf.